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Zirkonia

Zirkonia – der Kunstkristall aus dem Labor

Zirkonia wird bis heute gern fälschlicherweise als künstlicher Diamant bezeichnet. Dabei handelt es sich beim Zirkonia zwar um einen kristallklaren Einkristaller, dieser erinnert durch seine diamanttypische Schliffformen aber nur augenscheinlich an einen echten Diamanten denn er besteht aus einem anderen Material. Zudem hat der Zirkonia im Gegensatz zum Diamanten nachteilige Eigenschaften. Er kann leicht zerkratzen und verliert mit den Jahren an Strahlkraft. Vor allem die Trübung ist eine Eigenschaft, die sehr schade ist, wenn es sich um hochwertigen oder bedeutenden Schmuck handelt.

Anfang der 70er Jahre kam der Zirkonia auf den Schmuckmarkt. Die Kunden waren begeistert und der Markt wurde von Zirkoniasteinen überschwemmt. Viele dieser Zirkoniaschmuckstücke haben heute ihren Glanz ganz und gar verloren. Für Schmuck, der eine hohe Bedeutung hat und über viele Jahre getragen werden sollen, überzeugen Diamanten mit vielen Vorteilen. So auch für Trauringe. Ein Diamant zerkratzt nicht und verliert auch über Jahrhunderte niemals seine Brillanz. Diamanten sind für ewig.

Was ist ein Zirkonika?

Der Zirkonia (Fachbegriff: Cubic Zirkonia) ist ein Imitationsstein. Dieser synthetische Einkristaller gilt zwar vielfach als Nachahmung des Diamanten. Fachlich gesehen ist dies allerdings gänzlich falsch. Denn der Zirkonia besteht aus Zirkoniumoxid und nicht wie ein Diamant aus Kohlenstoff. Demnach handelt es sich elementarisch betrachtet nicht um eine künstliche Diamant Nachbildung, sondern um einen gänzlich anderen Kristall. Zudem wird ein Zirkonia künstlich hergestellt. Somit ist auch sein Ursprung nicht ansatzweise vergleichbar mit dem eines echten Diamanten.

Der Besitzer eines Zirkoniaschmuckstücks sollte sich bewusst sein, dass dieser Kunststein über die Jahre seine Strahlkraft verlieren kann – ein echter Diamant hingegen behält ein Leben lang sein feuriges Funkeln.

Wie wird Zirkonia hergestellt?

Das besondere bei der Herstellung ist eines Cubic Zirkonia die hohe Schmelztemperatur von ca. 2.700 °C. Erst in dieser Hochtemperaturphase wird die kubische Kristallstruktur des Zirkoniumoxids stabilisiert. Ursprünglich mussten deshalb für die Herstellung des Zirkonia besondere Schmelztiegel verwendet werden. Normale Tiegelwerkstoffe hätten der Temperatur nicht standgehalten. Heute werden Zirkonia meist in einem besonderen Kalttiegelverfahren hergestellt.

Die Eigenschaften von Zirkonia

Der Zirkonia ist ein synthetischer klarer Einkristaller. Die Anordnung der Atome in der kubischen Kristallstruktur verleiht dem Stein eine besondere diamantenähnliche Brillanz, eine beträchtliche Härte und eine hohe Brillanz. Jedoch ist ein Cubic Zirkonia trotz seiner optischen Ähnlichkeit eines Diamanten kein echter Edelstein.

Farbe

Kubisches Zirkoniumoxid ist weiß bzw. klar. Durch die Beimischung anderer Elemente können Mischkristalle gebildet werden. So kann die Zugabe einzelner Elemente die Farbe des Zirkonia verändern. Die Beimischung von Cäsium erzeugt orangefarbene bis rote Zirkonia, Nickel macht sie champagnerfarben bis braun, Chrom grün und Kalzium blau. Die Farbvielfalt ist demnach vielfältig.

Härte

Der Zirkonia hat durch seine kubische Kristallstruktur eine hohe Härte. Auf der Härteskala nach Mohs erreicht ein Zirkonia den Härtegrad von 8 bis 8,5. Dies ist zwar hoch, schützt ihn jedoch nicht vor Kratzern. Der Diamant steht mit einem Härtegrad von 10 immer noch mit Abstanden an der Spitze aller Elemente unsere Erde.

Glanz

Der Zirkonia hat eine hohe Brillanz. Mit einem perfekten Brillantschliff kommt Zirkonia dem Diamanten an Strahlkraft nahe. Sogar Experten tun sich schwer einen hochwertigen Zirkonia auf Anhieb von einem Diamanten zu unterscheiden. Doch auch hochwertig gearbeitete Zirkonia lassen sich durch einen Wärmeleittest von einem echten Diamanten unterscheiden.

Achtung: Ein Zirkonia ist aus Zirkoniumoxid. Es kommt oft vor, dass ein Zirkonia über die Jahre die Strahlkraft verliert. Er wird matt. Ein echter Diamant hingegen verliert nie seinen Glanz und seine Brillanz.

Einschlüsse

Zirkonia werden heute in allen Größen und Formen hergestellt. Um die Unterscheidung zum Diamanten zu erschweren werden sogar Zirkonia mit künstlichen Einschlüssen hergestellt. Diese hochwertigen Zirkoniasteine können auch Experten bei einer Sichtprüfung nicht von Diamanten unterscheiden. Sie müssen den Stein einer speziellen Messung unterziehen.

Dichte

Ein Zirkonia hat eine niedrigere Dichte als ein Diamant und damit eine andere Wärmeleitfähigkeit. Durch ein besonderes Messverfahren lassen sich selbst täuschend echte Diamantimitationen von echten Diamanten unterscheiden.

Der Wert von Zirkonia

Auch wenn ein hochwertiger Zirkonia einem echten Diamanten verdammt ähnelt, so ist er doch ein künstlich hergestellter Stein und somit kein Edelstein. Ein Zirkonia bleibt ein Schmuckstein mit geringem Wert. Der Preis für diesen Stein in einem Schmuckstück ist demnach überaus niedrig. Die Schmuckindustrie nutz Zirkonia demnach gern für Modeschmuck und günstige Schmuckstücke. Der Wert des Steins sollte unseres Erachtens dem Wert des Schmuckstücks beziehungsweise dem Wert der Verarbeitung entsprechen. In hochwertige, echte Schmuckstücke wie zum Beispiel einem Ring aus echtem Gold sollten echte Diamanten oder andere echte Edelsteine eingearbeitet sein.

Zirkonia im Vergleich zu anderen Edelsteinen

Oft werden wir gefragt, ob ein Zirkonia ein Edelstein ist. Edelsteine kommen aus der Natur. Das macht sie so wertvoll Sie sind selten und meist durch besondere Materialien, Temperatur- und Druckeinflüsse in unserem Erdinneren entstanden. Künstlich hergestellte Nachbildungen mögen optisch zwar ähnlich wirken, doch werden sie gezielt für kommerzielle Zwecke produziert. Auch ein Zirkonia ist kein echter Edelstein, sondern ein gefragter Schmuckstein, welcher zwar an einen Diamanten erinnern mag, aber dennoch wenig mit ihm gemein hat. Man sagt: synthetische Steine erzählen keine Geschichte. Sie haben keine Seele.

Noch gilt Zirkonia als die beste Diamantimitation. Seitdem jedoch synthetischer Moissanit (Siliziumkarbid) hergestellt wird, hat er einen Konkurrenten.

Diamant und Zirkonia

Jeder Diamant den wir heute in den Händen halten wurde vor Millionen von Jahren im Inneren unserer Erde gebildet. Dies war nur durch die einzigartigen hohen Temperatur- und Druckeinflüsse möglich. Warum sollten wir dieses Meisterwerk der Natur nachbilden wollen? Keine Frage: Ein Zirkonia ist ein wundervoll strahlender Imitatstein mit anfangs hoher Strahlkraft, welche jedoch über die Jahre verloren gehen kann Der Platz auf Eurem Trauring sollte besser nur einem Diamanten zustehen, denn ein Diamant bleibt ewig schön.

Zirkon und Zirkonia

Der Zirkon wird fälschlicherweise häufig mit einem Zirkonia verwechselt. Außer der Namensähnlichkeit haben die Steine aber kaum etwas gemein. Ein Zirkon ist ein echter Edelstein und besteht aus Zirkoniumsilikat. Es gibt diese natürlichen Edelsteine in den unterschiedlichsten Farben. Blau, Rot, Weiß aber auch bräunliche Farben wie Kaffee, Champagner, Honig, Zimt, ... Der Zirkonia hingegen ist ein synthetischer, im Labor gezüchteter Kristall aus Zirkoniumoxid.

Strass und Zirkonia

Oftmals wird ein Zirkonia mit Strass verglichen. Bei Strass handelt es sich jedoch lediglich um diamantengleich geschliffene Glassteine. Ein Zirkonia hingegen ist ein Einrkistaller. Die Brillanz eines Zirkonia ist höher als die von Strass- beziehungsweise Glasteinen.

Die Reinigung und Pflege von Zirkonia

Parfüm, chemische Reinigungsmittel, Haarspray und auch Schweiß kann die Oberfläche von Schmuck schädigen. Deshalb sollten Schmuckstücke im Bad, in der Nacht und beim Sport abgelegt werde. Vor allem Zirkonia sind anfällig in der Oberfläche und verlieren schnell ihre Brillanz. Reinigt diese Schmuckstücke nur mit warmer Seifenlauge und poliert sie mit einem weichen Ledertuch. Bitte nutzt keine Microfasertücher. Diese können die Oberfläche der Schmuckstücke zerkratzen.

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