Kostenloser Versand Tel.: 05361 861261 Termin vereinbaren Unsere Standorte

Wolfram

Was ist Wolfram?

Wolfram ist ein hartes, weiß glänzendes Schwermetall mit einem besonders hohen Eigengewicht. Mit seiner Dichte von 19,3 g/cm ähnelt es dem Gewicht von Gold.

Wolfram gilt als besonders stabil. Jedoch erfordert die Schmuckherstellung aus Wolfram auch überaus viel Erfahrung. Bereits kleinste Verunreinigungen machen das widerstandsfähige Metall spröde.

Im Vergleich zu anderen Metallen hat Wolfram den höchsten Schmelzpunkt. Nur als Vergleich, wenn Eisen bereits schmilzt muss Wolfram noch bis auf über die doppelte Temperatur erhitzt werden. Wolfram fängt erst bei 3.422 °C an zu schmelzen.

Das chemische Element Wolfram trägt das Elementsymbol W und die Ordnungszahl 74. Als Übergangsmetall steht es im Periodensystem in der 6. Nebengruppe (Gruppe 6) oder Chromgruppe.

Wolfram und Tungsten – wo liegt der Unterschied?

Tungsten ist der englische Begriff für Wolfram. Reines Wolfram ist für die Schmuckherstellung jedoch nicht geeignet. Tungsten-Schmuck wird deshalb genau genommen aus Wolframcarbit hergestellt – einer Verbindung von Wolfram und Kohlenstoff. Jedoch hat sich in der Schmuck-Branche die Bezeichnung "Tungsten" etabliert.

Abgeleitet wurde der englische Begriff Tungsten übrigens aus dem Schwedischen. "Tungsten" heißt auf Schwedisch "harter Stein".

Geschichte von Tungsten

Erstmals wurde Wolfram im 16. Jahrhundert erwähnt. Sein Name rührt darauf zurück, dass Wolfram die Zinnerze wie ein Wolf auffraß, wodurch sich bei der Zinngewinnung unbrauchbare Schlacke bildete. Zudem erinnerte die spröde Konsistenz des Metalls Wolframs an Ruß, welcher im Mittelhochdeutschen damals auch als Rahm bezeichnet wurde. Dies erklärt die zweite Silbe des Namens Wolf-ram.

Vorkommen und Gewinnung

In der Natur konnte Wolfram bisher nicht in reiner Form nachgewiesen werden. Meist steht es in Verbindung mit anderen Stoffen. Wolfram ist demnach in Mineralen, Oxiden und Wolframaten bekannt. Die bekanntesten Wolframerzminerale sind Wolframit, Scheelit oder auch Stolzit.

In Europa befindet sich das wohl größte Vorkommen von Wolfram im österreichischen Felbertal, genauer in den Hohen Tauern (Bundesland Salzburg).

Chemische Eigenschaften von Wolfram

Die Wolfram Dichte von 19,25 g/cm3 ist beinah identisch mit der Dichte von Gold 19,3 g/m3.

Wolframringe sind besonders widerstandsfähig, kratzfest und robust. Selbst ein handwerklicher Beruf kann Trauringen aus Wolfram kaum etwas anhaben. Denn Wolfram zählt mit zu den härtesten Schmuckmetallen. Auf der Mohs Härteskala kommt Wolfram mit 7,5 bereits der Härte eines Diamanten nahe. Als Schmuckmetall weist nur Titan eine höhere Härte auf. Doch Obacht, nicht jeder Mensch empfindet das Tragegefühl eines so harten Traurings als angenehm.

Verarbeitet wird Wolfram bei einer sehr hohen Temperatur. Der Schmelzpunkt liegt bei 3.422 °C.

Die Struktur von Wolfram ist kubisch-raumzentriert. In der Natur kommt es jedoch nicht in reiner Form vor. Die Verbindung mit anderen Stoffen machen Wolfram spröde. Für die Verarbeitung von Schmuck wird Wolfram-Carbit verwendet. Dieses enthält einen Teil Kohlenstoff und hat eine gute Stabilität und Haltbarkeit.

Verwendung von Wolfram

Wissenschaft, Technik & Industrie

Begegnet ist dem Element Wolfram im Alltag jeder schon einmal. Durch den besonders hohen Schmelzpunkt ist Wolfram bekannt als Glühfaden in einer klassischen Glühlampe.

Durch die hohe Härte wird Wolframcarbit auch oft zur Werkzeugherstellung verwendet. Neben Diamant-Werkzeugen begegnet man auch Wolframcarbid häufig bei Zerspanungs- und Schneidewerkzeugen. Man spricht von Werkzeugen so hart "wie Diamant".

Zudem wird Wolframcarbit aufgrund der hohen Härte auch als Werkstoff für hochbelastete Bauteile verwendet. Wie zum Beispiel Druckstöcke oder Umformwerkzeuge.

Sport

Wolfram ist vielseitig einsetzbar und auch im Profisport sehr beliebt. Auch hier schätzt man die chemischen Eigenschaften von Wolframcarbid – die hohe Härte und die hohe Dichte. Es wird dort eingesetzt, wo Materialien höchsten Beanspruchungen standhalten müssen. Zum Beispiel als Spitze von Dartpfeilen. Zeitweise wurden auch die Hammerköpfe beim Hammwurf aus Wolframcarbid gefertigt. Als Schwermetall wird es auch in der Formel 1 verwendet, damit die Autos ihr zulässiges Minimalgewicht von 600 kg erreichen. Und im Segelsport schätzt man den geringen Wasserwiderstand von Wolframcarbid.

Schmuck

(Inhalt: (Trau-)Ringe, etc. Gerne auch Einbindung von Tungstenringen)

Wolfram ist eines der härtesten Materialien, die in der Schmuckherstellung verwendet werden. Und auch wenn Wolfram von Natur aus einen grau weibliche Färbung aufweist, so gibt es den sogenannten Tungsten-Schmuck nicht nur in dem kühlen Glanz von Wolframcarbid, sondern auch mit hochwertigen IP-Beschichtungen in Gold und Schwarz. Die Kombinationen von Tungsten mit Keramik sind besonders beliebt und modern.

Auch im Alltag erweist sich Tungsten-Schmuck als besonders pflegeleicht. Generell können Eheringe und Partnerringe aus Wolframcarbid einfach mit Wasser, Seife und einem weichen Tuch gereinigt werden.