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Welche Legierung ist die richtige für Eheringe & Trauringe?

Egal für welches Material Sie sich bei Ihren Eheringen entscheiden, es wird sich um eine Legierung handeln. Denn reines Gold ist viel zu weich, um daraus langlebige Trauringe zu schmieden. Aus diesem Grund wird bei der Schmiedung  der Eheringe und Trauringe eine Legierung verwendet, um die Lebensdauer, Härte und Belastbarkeit der Trauringe zu erhöhen.

Was ist eine Legierung?

Eine Legierung ist eine homogene Metallzusammensetzung - vereinfacht ausgedrückt handelt es sich um eine Mischung von mindestens zwei Metallen. Für die Homogenität werden die enthaltenen Metalle zusammen geschmolzen.

Das Zusammenschmelzen ist ein wichtiger Prozess. Dadurch entsteht eine gleichartigen Masse (die Legierung), welche bestimmte Materialeigenschaften besitzt.

So kann eine Legierung im Vergleich zum reinen Metall große Vorteile haben. Goldlegierungen sind härter als reines Gold und dadurch widerstandsfähiger. Auch das so genannte Weißgold ist stets eine Legierung. Durch den enthaltenen Anteil heller, edler Metalle wie z.B. Palladium erhalten wir ein optisch silbernes Gold.

Eine der bekanntesten Legierungen ist Bronze. Bronze ist ursprünglich eine Materialzusammensetzung aus Kupfer und Zinn. Der Kuperfanteil liegt üblicherweise bei mindestens 60%. Heute gibt es viele unterschiedliche Bronzelegierungen, da wir uns die Vorteile der beigemischten Metalle zunutze machen. Bronze mit Aluminium ist z.B. seewasserbeständig, Manganbronze ist korrosionsbeständig.
Ähnlich wie bei der Bronze verhält es sich auch mit den Schmucklegierungen. Die beigemischten Metalle bieten den Schmuckstücken viele Vorteile.

Vorteile von Legierungen bei Eheringen

Die Eigenschaften von Legierungen bieten verschiedene Vorteile für Euren Ehering.

Größere Härte des Eherings

Die reinen Schmuckmetalle, die bei Eheringen verwendet werden, sind nicht immer besonders widerstandsfähig. Gold beispielsweise ist von Natur ein weiches Metall. Um dem Gold eine höhere Härte zu vermache und die Langlebigkeit Eurer Eheringe zu erhöhen, haben sich bei der Ringherstellung verschiedene Goldlegierungen etabliert. Die wohl bekannteste und verbreitetste Goldlegierungen für Trauringe und Eheringe sind beispielsweise 585er Gold mit 58,5% reinem Goldanteil. Zu 41,5% sind andere edle und unedle Metalle beigemischt, welche dem Schmuckstück eine höhere Festigkeit verleihen.

Günstigere Trauringe mit ähnlichen Eigenschaften

Bei hochpreisigen Materialien der Trauringe bieten Legierungen zudem einen preislichen Vorteil. Je nach Mischungsverhältnis wird der Ehering erschwinglicher. Optisch ist kaum ein Unterschied zu erkennen. Bei Trauringen und Verlobungsringen ist es unbedingt empfehlenswert eine hochwertige Legierung zu wählen. Meist wird bei Eheringen eine Legierung von mindestens 585 gewählt. Minderwertige Legierungen können zu allergischen Reaktionen führen. Im Trauringstudio arbeiten wir deshalb ausschließlich mit renommierten Trauringmanufakturen zusammen, welche die Ringe massiv aus hochwertigen Legierungen fertigen. Die Metallzusammensetzungen ihrer Legierungen haben sich über viele Jahre bewährt.

Woraus besteht eine Legierung

Eine Legierung besteht aus mindestens zwei Materialien, wovon der Hauptbestandteil ein Metall sein muss. Durch das Zusammenschmelzen der Materialien entsteht ein zumeist homogenes Material, die so genannte Legierung. Je nach Anzahl der Bestandteile spricht man bei Legierungen von Zweistofflegierungen, Dreistofflegierungen, Vierstofflegierungen und Mehrstofflegierungen (binäre, ternäre, quaternäre oder polynäre Legierung). Zur Benennung einer Legierung wird zumeist das Basismetall genannt. So auch bei Goldlegierungen. 585er Gold enthält 58,5% Anteile reines Gold und 41,5% andere Legierungselemente oder Metalle. 750er Gold enthält 75% Goldanteil, 333er Gold nur 33,3%. Bei Trauringen empfiehlt sich ein Goldanteil von 58,5% und höher.

Welche Legierungen gibt es?

Aluminiumlegierungen

Aluminiumglegierungen bestehen hauptsächlich aus Aluminium. Durch die beigemischten Legierungselemente wird die Festigkeit des Aluminium in der Regel erhöht.

Bleilegierungen

Bleilegierungen enthalten zumeist Antimon, Zinn, Arsen und Kupfer. Antinom ist ein Hartblei und verbessert die mechanischen Eigenschaften des Bleis.

Eisenlegierungen

Eisenlegierungen, auch bezeichnet als Stahllegierung, haben verbesserte Eigenschaften zum reinen Eisen. Durch Legierungsbestanteile wie Cobalt, Chrom, Mangan, Molybdän, Nickel, Silicium, Aluminium, Titan, Vanadium und Wolfram verändern und verbessern sich die Eigenschaften des Stahls maßgeblich. Genau wie Stahl ist auch Edelstahl eine Eisenlegierung. Edelstahl weist einen besonderen Härtegrad auf und korrodiert nicht. Aufgrund der besonders positiven Materialeigenschaften werden sogar Partnerringe aus Edelstahl gefertigt.

Goldlegierungen

Goldlegierungen sind vielen von uns im Schmuckbereich geläufig. In Deutschland haben sich für Goldschmuck vor allem 333er, 585er und 750er Goldlegierungen etabliert. Anhand der Punzen (Stempel) auf den Schmuckstücken kann man so den Goldanteil im Schmuckstück bestimmen. So enthält eine 585er Goldlegierung 58,5% Anteile Gold.

Kupferlegierungen

Kupferlegierungen enthalten Kupfer als Hauptbestandteil. Die bekanntesten Kupferlegierungen sind Messing und Bronze. Man bezeichnet sie auch als Kupfer-Zink-Legierungen, da sie ebenfalls einen hohen Anteil Zink enthalten.

Nickellegierungen

Nickellegierungen finden ihre Verwendung in Luft- und Raumfahrt, Automobilindustrie, Energieerzeugung, etc. Ihr Grundmetall ist Nickel. Durch die Beimischung anderer Legierungsbestandteile erhält das Nickel eine höhere Festigkeit und Korrosionsbeständigkeit.

Platinlegierungen

Im Schmuckbereich wird Platin zumeist als Legierung verarbeitet. Platin 950 weist perfekte Eigenschaften für Trauringe auf. Es erleidet auch nach jahrelangem Tragen keinen Abrieb, ist besonders kratz- und stoßfest und korrosionsbeständig. Zudem besteht es zu 95% aus reinem Platin. einem sehr seltenen Edelmetall unserer Erde.

Silberlegierungen

Die wohl bekannteste Silberlegierung ist das so genannte Sterlingsilber - auch 925er Silber genannt. Es besteht zu 92,5% aus reinem Silber. Die Beimischungen verleihen dem beliebten Schmucksilber eine höhere Festigkeit und schützen es vor zu starkem Anlaufen.

Wolframlegierungen

Legierungsbestandteile von Wolframlegierungen sind zumeist Nickel, Kupfer, Eisen und Molybdän. Wolfram erfreut sich auch in der Trauringherstellung immer größerer Beliebtheit. Im Schmuckbereich hat sich der Begriff Tungsten für Wolfram etabliert. Tungstenringe haben eine extrem robuste und harte Oberfläche. Gebrauchsspuren haben bei diesen Trauringen kaum eine Chance. Immer mehr Paare sind begeistert von dem kratzfesten einzigartigen Tungstenringen.

Zinnlegierungen

Bei Zinnlegierungen ist Zinn die Hauptkomponente. Bekannte Zinnlegierungen sind zum Beispiel das Britannia-Metall, welches zu 90 bis 95% aus Zinn besteht. Geläufiger ist vielen sicherlich Lötzinn und Hartzinn. Auch diese beiden sind Zinnlegierungen.

Zinklegierungen

Zinklegierungen sind Mischungen von Zink mit anderen Metallen. Messing und Bronze sind die wohl bekanntesten Legierungen, denen Zink beigemischt wird. Zink oftmals Bestandteil diverser Metalllegierungen.